Sardinien mit Camper & Hund
- Kati Dusel
- 31. Okt. 2024
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Juli 2025
Stellplätze, Strände, Freistehen vs. Camping Platz, die tollsten Sehenswürdigkeiten und alle Infos zum Reisen mit Hund. Spring rein, ich zeig dir Sardinien! 🚐💨
Willkommen auf Enis Blog!
Falls du uns noch nicht kennst: Ich, Kati, bin paw-mom einer zweijährigen Mini-Aussie-Hündin. Mit Eni starte ich die wildesten Abenteuer - im Alltag, beim Canicross, auf Reisen - und halte das für euch fest. Denn: Eni ist sehr reaktiv und somit wird schon der Gang in den Baumarkt zum größten Abenteuer, von Reisen ganz zu schweigen.
Hier wird es nie langweilig und wir freuen uns über jeden Zwei- und Vierbeiner, der uns auf Social Media bei unseren Abenteuern begleitet. 🌎 Allerdings bietet Instagram nicht so viel Platz für all die Zusatzinfos und behind-the-scenes-Momente - und daaaaaaaher haben wir diesen Blog gestartet. Wie schön, dass du hier bist! Vielleicht hast du ja Lust, uns auf unseren Abenteuern zu begleiten. Join eni.on.adventure 🧡
Auf, auf nach Sardinien. ☀️
Bevor es losgeht, brauchen wir erst einmal den richtigen Vibe! Im Video für dich: 15 Sekunden Meeresrauschen. 🐬.
Perfekte Reisezeit mit reaktiver Hündin: Oktober! 🍁
Wenn du leere Strände und verschlafene Orte liebst, empfiehlt sich das Reisen in der Off-Season. Wir waren einige Male in der Hauptsaison (Juni - September) dort und können aus Erfahrung sagen: Gerade mit reaktivem Hund ist es im Mai oder Oktober wesentlich entspannter. Im Mai war das Meer noch kühl und es hatte zwischen 15 - 25 Grad, also perfekte Temperaturen für Ausflüge und Wanderungen. Der Oktober hat ähnliche Temperaturen, aber den großen Vorteil, dass das Meer noch aufgeheizt ist. Ab und an mal ein Regentag lässt sich im Van gemütlich ignorieren. 😉
Abgesehen von den Temperaturen ist es mit Van in der Off-Season sehr viel billiger. Weitere Infos zum Freistehen auf Sardinien folgen weiter unten, aber so viel vorab: Wir waren meist auf Parkplätzen direkt vorne am Strand gestanden und die Parkuhren wurden Anfang Oktober abgebaut. Es hat uns also keinen Cent gekostet.
Einreisebestimmungen 🧳
Für Sardinien gelten dieselben Einreisebestimmungen wie in Italien generell. Dein Hund benötigt einen Mikro-Chip, eine gültige Tollwut-Impfung und den Heimtierausweis. Manche Redereien rufen zu Maulkorbpflicht an Bord auf: Diese besteht unseren Erfahrungen nach aber oft nur in der Theorie. Trotzdem macht es sicherlich Sinn, einen Maulkorb dabei zu haben - für alle Fälle.
Anreise: Mit der Nachtfähre nach Sardinien ⛵️

Um mit Hund nach Sardinien zu reisen, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Für uns kommt Fliegen nicht in Frage, daher entscheiden wir uns für die Anreise per Fähre. Das Coole daran: Du hast dein eigenes Auto dabei und kannst fleißig Olivenöl, Makramee-Traumfänger und Muscheln mit nach Hause nehmen, ohne dass du Probleme mit Übergepäck bekommst. 😉
Fährüberfahrten gibt es beispielsweise von Norditalien (Genua oder Livorno) nach Olbia (Golfo Aranci). Wir nehmen immer die Nachtfähre und buchen uns eine Hundekabine, damit Eni etwas zur Ruhe kommen kann.
Gut zu wissen: Bei den meisten Redereien liegen die Hundekabinen direkt nebeneinander und die Türen bzw. Wände sind recht dünn. Eni ist eine sehr geräusch-empfindliche Hündin, die vor allem auf Stimmen direkt vor der Tür reagiert. Bis erstmal alle Passagiere ihre Kabinen gefunden haben und die Fähre ablegt, ist es sehr trubelig mit vielen Geräuschen und oftmals Hundegebell.
Um ihr in dieser Phase den Stress etwas zu nehmen, drehen wir entweder die Lüftung in der Kabine voll auf oder behelfen uns mit einer kleinen Musikbox. Sollte dein Hund ähnliche Probleme haben, ist das vielleicht ein kleiner Tipp. Sobald die Fähre abgelegt hat, wird es in der Regel ruhig.
Vanlife auf Sardinien 🚐
Freistehen, V/E-Stationen & Frischwasserprobleme...
Wie so oft, ist es auch auf Sardinien von deiner Portion Mut abhängig, ob du freistehst oder nicht. Grundsätzlich ist Wildcampen nicht erlaubt: Uns haben einige Camper erzählt, dass sie erwischt wurden und teils bis zu 600€ Strafe zahlen mussten. Man kann Glück haben, oder eben nicht. Camping-Plätze auf Sardinien sind unserer Erfahrung nach seeeeeehr typisch Italien-Campingplatz, wenn du weißt, was ich meine. 😉 In a nutshell: eher auf Langzeit-Camping ausgelegt, bei denen man sich großflächig einrichtet.
Eine Kompromisslösung, die halbwegs safe und gleichzeitig invidivueller ist, ist das "Freistehen" auf Parkplätzen. In den Bergen, an der Küste und sogar an den tollsten Stränden gibt es häufig Parkplätze, auf denen es in der Hauptsaison kostenpflichtig oder sogar verboten ist, über Nacht zu parken. Dies gilt aber oftmals nicht für die Nebensaison! Wir standen kostenfrei oder manchmal für ein paar Euro an den tollsten Orten direkt vorne am Strand. Wichtig: Man darf dort PARKEN. Lass also die Stühle und Tische besser im Van, wenn die örtliche Polizei zum Kontrollieren kommt. Mit dieser Lösung sind wir drei Wochen lang sehr gut gefahren.
Ein größeres Problem stelle die Frischwasserversorgung dar. Wegen des trockenen Sommers war es im Oktober gar nicht so leicht, an Frischwasser zu kommen. An V/E-Stationen war das Frischwasser abgedreht und auch auf Nachfrage in Häfen, bei Hotels oder an Tankstellen haben wir kein Wasser bekommen. In größeren Städten wie Olbia gibt es manchmal V/E-Automaten und wir mussten unsere Route quasi um Automaten dieser Art herumplanen.
Wichtigste Frage: Ist Sardinien hundefreundlich? 🐾
Absolut JA! 🧡 In der Off-Season war Eni überall willkommen. An einigen Stränden stehen Hunde-Verbotsschilder, aber diese schienen in der Off-Season nicht zu gelten - zumindest hatten wir nie Probleme und Eni ist mit vielen Hunden Einheimischer Nonnas dort geflitzt. Wobei für Nonnas und deren Hunde natürlich sowieso andere Regeln gelten. 😉
Außerdem gibt es viele Hundestrände.
Bei Sehenswürdigkeiten, in Städten, Restaurants etc. hatten wir ebenfalls nie Probleme und die wenigen Straßenhunde, die wir getroffen haben, sind sehr auf Abstand geblieben. Das haben wir auf Sizilien beispielsweise ganz anders erlebt: Vanlife mit Eni & vielen distanzlosen Straßenhunden hätte dort niemals funktioniert.
Unsere Route: Stellplätze, Ausflugstipps & Strände
Route Part 1: Mit der Fähre zum Golfo Aranci & die Ostküste entlang bis ins Hochland 🏔️
Die Spots im Überblick:
📍Strand: Spiaggia La Cinta bei San Teodoro
📍Stellplatz: Parkplatz im Hafen von Porto Ottiolu
📍Stellplatz im Pinienwald: Spiaggia Sant'Anna bei Budoni
📍Stellplatz am Strand: Spiaggia di Berchida
📍Naturschutzgebiet: Sorgenti Su Gologone
📍Ausflugstipp: Orgosolo, verschlafenes Bergdorf mit super spannender Historie
Die absolut größte Empfehlung ist der Stellplatz am Spiaggia di Berchida. Aka: Der Strand aus dem Video. Die Anfahrt ist nicht soooo easy und man findet die Abzweigung recht schwer, aber es lohnt sich so doll!! Kilometerlanger Strand und wir waren komplett alleine!! Man zahlt ein paar Euro für die Übernachtung, aber das ist es absolut wert. Wenn du hierzu mehr Details brauchst, findest du ein Video zu Berchida auf unserem Instagram-Profil.
Route Part 2: Zurück an die Küste, übers Wasser und ab in den Westen 🐬
Auch hier wieder die Spots im Überblick:
📍Bootsausflug: Cala Gonone
📍Ausflug (Achtung touristisch): Capo Caccia & Grotta di Nettuno
📍Stellplatz: Stintino
📍Ausflug: Castelsardo
📍Stellplatz: Santa Teresa
📍Stellplatz: La Maddalena
📍Stellplatz: Porto Pollo // Spiaggia delle Piscine
📍Bötchen schauen: Costa Smeralda
Zum Schluss...
... bleibt eigentlich nur zu sagen: Sardinien, du hast unser Herz. 🧡
Auf Instagram haben wir soo viele Kommentare bekommen, dass die Natur als zu schroff empfunden wurde oder die Insel zu langweilig war. Ganz ehrlich: Genau deshalb lieben wir Sardinien und kommen jedes Jahr so gern hierher! Und das ist ja das Coole am Vanlife: You do you. Und wenn du dich nach Sardinien aufmachst, laufen wir uns vielleicht über den Weg. 😉

















































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